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Stimmung im Mittelstand weiter positiv
Deutscher Sparkassen- und Giroverband stellt Ergebnisse der Diagnose Mittelstand 2012 vor
Friedberg, im Februar 2012. Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland sehen ungeachtet der aktuellen Finanzmarktturbulenzen optimistisch in die Zukunft. Die Sparkassen beobachten nur bei etwa jedem fünften Unternehmen (bundesweit 19,3 Prozent) ein vorsichtigeres Verhalten seit Sommer 2011, die große Mehrheit hingegen sieht sich von den Turbulenzen an den Finanzmärkten nur wenig berührt. Damit erweist sich die Stimmung in der Realwirtschaft als erstaunlich robust. Dies ist ein Ergebnis der „Diagnose Mittelstand 2012“, die der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) jährlich erstellt. Die Studie wertet bis zu 230.000 Firmenbilanzen aus und ist eine der umfassendsten Analysen mittelständischer Unternehmen in Deutschland.
„Der Mittelstand in Deutschland ist in der aktuellen Situation ein Fels in der Brandung, der die gesamtwirtschaftliche Situation stabilisiert“, betont der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Oberhessen, Günter Sedlak. „Diese stabilisierende Rolle sehen wir auch bei den Unternehmen in unserer Region. Gerade in bewegten Zeiten zeigt der Mittelstand seine ganze Stärke und Bedeutung – für die Wirtschaft ebenso wie für die Gesellschaft.“
Eigenkapitalquote abermals verbessert
Auch die Eigenkapitalquote im Mittelstand hat sich weiter erhöht und unterstreicht somit die stabile Entwicklung. So ist die Eigenkapitalausstattung beim typischen mittelständischen Unternehmen von 12,8 Prozent im Jahr 2008 über 15,1 Prozent in 2009 auf 18,3 Prozent in der Trendrechnung des Bilanzjahrgangs 2010 gewachsen. Dies gilt für Unternehmen aller Größenklassen und Branchen – in Industrie, Handel, Bau und im Dienstleistungsbereich. Die solide Eigenkapitalausstattung des Mittelstands stärkt die Unternehmen und macht sie weniger anfällig für Krisen.
Geschäftslage besser als im Vorjahr
Trotz der Verunsicherung durch die Staatsschuldenkrise erwarten die Firmenkundenberater der Sparkassen eine gute Geschäftslage für ihre mittelständischen Kunden. Mehr als die Hälfte der Befragten hält die Lage seiner Firmenkunden für besser als im Vorjahr, lediglich zwei Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.
Zugleich hat der Anteil der für das Wachstum besonders wichtigen Erweiterungsinvestitionen noch einmal zugenommen. Diese Kategorie wird neben den Ersatzinvestitionen von den befragten Firmenkunden-Experten mit 35 Prozent als häufigstes Investitionsmotiv genannt – gut zehn Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Auch dies verdeutlicht, dass die mittelständischen Unternehmen weiterhin zuversichtlich nach vorn schauen.
Die „Diagnose Mittelstand“, die seit elf Jahren veröffentlicht wird, analysiert zum einen die Bilanzkennzahlen der Firmenkunden von Sparkassen. Zum anderen beruht sie auf einer Expertenbefragung, bei der die zuständigen Kundenbetreuer der Sparkassen die aktuelle Geschäftslage ihrer mittelständischen Unternehmen bewerten.
Die Broschüre „Diagnose Mittelstand 2011“ ist für Unternehmen kostenlos bei der Sparkasse Oberhessen über kommunikation@sparkasse-oberhessen.de erhältlich.
10.02.2012


